Ziel des Studiengangs

Der Masterstudiengang Biomedical Engineering vermittelt die notwendigen Kompetenzen, um Lösungen im Bereich der Diagnose, Therapie und bei der Herstellung Medizintechnischer und Biomedizinischer Produkte erarbeiten zu können. Der Komplexität heutiger Systemlösungen Rechnung tragend, wird ein besonderes Augenmerk auf die Methoden der Modellbildung und Simulation gelegt. Deren Kenntnis ermöglicht nicht nur effizientere Entwicklungszyklen, sondern auch die Erreichung mächtigerer, flexiblerer Lösungsansätze sowie deren Umsetzung in konkrete Produktideen.

In einer demographisch offensichtlich alternden Gesellschaft mit einem zunehmenden Bedarf an technisierter medizinischer Versorgung wird der Branche der Medizintechnik vom BMBF und der EU eine Schlüsselrolle zugeschrieben. Auch in den nächsten Jahrzehnten bleibt diese Branche ein Wachstumsmarkt mit hohem Innovationsbedarf an neuen Technologien und Produkten. Der Innovationsgrad der Branche lässt sich auch daraus ableiten, dass ein Drittel des Umsatzes in Deutschland von jährlich etwa 20 Milliarden Euro mit Produkten erzielt wird, die nicht älter als 3 Jahre sind [Spectaris 2010]. Wegen des zu erwartenden Fachkräftemangels in der Biomedizinischen Technik haben gut ausgebildete Absolventen in dieser Branche beste Karrierechancen.

 

Ziel des Studiengangs ist es, Ingenieurinnen und Ingenieure in die Lage zu versetzen, die in Forschung und Entwicklung der Biomedizinischen Technik auftretenden medizintechnischen und biomedizinischen Problemstellungen analysieren zu können und innovativen und wirtschaftlichen Lösungen zuzuführen.

Eine solide Ausbildung in einem überschaubaren Umfeld mit moderner Ausstattung, die Einbindung in Forschungsprojekte und die Möglichkeit der Spezialisierung, ermöglicht es den Studierenden sich optimal auf die künftigen beruflichen Herausforderungen vorzubereiten, sei es in einem industriellen Forschungs- und Entwicklungsbereich oder einer akademischen Weiterqualifikation (Promotion).

 

Qualifikationsziele

Allgemeines Ziel
Master‐Niveau im Sinne des Qualifikationsrahmens für deutsche Hochschulabschlüsse (KMK-Beschluss vom 22.4.2005)

Ziele bezüglich fachlicher Kompetenzen

  • Erweitertes Grundlagenwissen bezüglich der Schwerpunkte „Modellbildung und Simulation“ in den Biowissenschaften und der Organersatzsysteme.
  • Fortgeschrittene Kenntnisse der Biosignalanalyse und der medizinischen Bildverarbeitung
  • Spezialisiertes Wissen in heuristischen und probabilistischen Methoden der Modellbildung und Systemidentifikation
  • Spezialisiertes Wissen in Organersatzsystemen

Ziele bezüglich überfachlicher Kompetenzen

  • Kommunikative Fähigkeiten in Wort und Schrift insbesondere des wissenschaftlichen Publizierens
  • Beherrschung von Fremdsprachen insbesondere Englisch in Schrift und Wort
  • Verständnis der interdisziplinären Aspekte des Managements und seiner internationalen Unterschiedlichkeit
  • Methoden des praktischen wissenschaftlichen Arbeitens und des wissenschaftlichen Schreibens
  • Entscheidungsfähigkeit und Problemlösungskompetenz
  • Reflektierter Umgang mit Anderen und Fähigkeit zur Teamarbeit
  • Umgang mit ethischen und interkulturellen Herausforderungen
  • Fähigkeit zur persönlichen Berufs- und Lebensplanung
  • Befähigung zu einer weiterführenden wissenschaftlichen Tätigkeit in Form der Promotion
  • Berufsfeldorientierte Ziele
  • Tätigkeit in allen Forschungs- und Entwicklungsorientierten Bereichen der Medizintechnischen Industrie
  • Tätigkeit bei internationalen Forschungsinstituten und Hochschulen in der Forschung und zum Zwecke der Weiterqualifikation (Promotion)
  • Leitende Funktionen in internationalen Niederlassungen deutscher Unternehmen im Ausland (für ausländische Studierende