Technik menschlich machen mit Ingenieurpsychologie

Das Ingenieurpsychologie-Studium am Hochschulcampus Tuttlingen verbindet Psychologie mit Technik. Der interdisziplinäre Studiengang geht auf den Faktor „Mensch“, dessen Verhalten und kognitive Fähigkeiten bei der Produktgestaltung ein.

In Ihrem siebensemestrigen Bachelor-Studium lernen Sie die Anforderungen, Grenzen und Zuständigkeiten zwischen Mensch und Maschine kennen. Denn die zunehmende Technisierung in Unternehmen und Gesellschaft sowie die vierte industrielle Revolution erfordern intelligente Konzepte in der Mensch-Maschine-Kooperation.

Egal ob in der Medizintechnik, im Automotive-Sektor, bei Industrierobotern oder multimedialen Geräten – Technik muss für den Benutzer auch intuitiv bedienbar sein. Ein gut funktionierendes System zeichnet sich nicht nur durch seine technischen Eigenschaften aus sondern auch durch eine gute Usability und die Freude an der Bedienung. Im Vordergrund der Ingenieurpsychologie steht deshalb das Nutzererlebnis – User Experience. Dieses Produktmerkmal ist entscheidend für die Abgrenzung gegenüber konkurrierenden Produkten.

Studienziel

Ziel Ihres Studiums ist es deshalb, dass Sie den Menschen als Ganzes verstehen. Ergänzt durch Ihr technisches Wissen gestalten Sie Systeme so, dass sie menschlichen Bedürfnissen gerecht werden. Mit Ihrem Knowhow begegnen Sie aktuellen und zukünftigen Anforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft und schaffen Effizienz und Effektivität auf allen Arbeitsebenen.

Studienschwerpunkte

  • Allgemeine Psychologie
  • Kognitive Psychologie
  • Psycho­logische Methodenlehre
  • Mensch-Maschine-Systeme
  • Usability
  • Arbeits- und Wirtschaftspsychologie
  • Ergonomie
  • Technik
  • Kommunikation, Management- und Arbeitstechniken

Das Bachelor-Studium am Hochschulstandort Tuttlingen erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Industrie. Das Ingenieurpsychologie-Studium ist deshalb praxisnah und aktuell: Exkursionen und studentische Projekte finden in verschiedenen Unternehmen statt. Studierende erhalten somit einen erweiterten Blick auf den Bereich der Ingenieurpsychologie sowie das Tätigkeits- und Anforderungsfeld eines Ingenieurs.

Berufsbild und Karrierechancen

Die zunehmende Technisierung erfordert mehr denn je, dass menschliche Eigenschaften im Gestaltungsprozess sozio-technischer Systeme berücksichtigt werden. Nur wenn der Mensch im Projektmanagement, Entwicklungsprozess, bei der Ausgestaltung des Arbeitsumfeldes oder bei der Arbeitsorganisation mit in den Vordergrund rückt, ist das Gesamtsystem im Gleichgewicht und Prozesse effizient.

Denken Sie dabei an das autonome Fahrzeug, an Robotersysteme oder an smarte Lösungen für die Gesundheit oder in Gebäuden. Diese Entwicklungen erfordern intelligente Konzepte in der Mensch-Maschine-Interaktion unter Betrachtung des "Human Factors". Solche Konzepte führen zu einem positiven Nutzererlebnis und zu einer hohen Effizienz auf allen Arbeitsebenen!

Durch diese Zusammenhänge und die zunehmende Komplexität von technischen Produkten und Arbeitssystemen sind die Berufs- und Karrierechancen als Experte oder Expertin der Ingenieurpsychologie ausgezeichnet.

Arbeitsfelder

Absolventen/-innen des Studiums Ingenieurpsychologie analysieren, entwickeln oder implementieren Produkte und sozio-technische Systeme. Sie gestalten die Kooperation und Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

  • Produktgestaltung und -entwicklung
  • Interaktionsdesign
  • Produkt- und Projektmanagement
  • Mitarbeit in interdisziplinären Teams
  • Beratung und Dienstleistung, Schulungen

Fakten

Studienbeginn: Wintersemester
Dauer: 7 Semester (1 Praxissemester in der Regelstudienzeit)
Bewerbung: 15. Juli (Ausschlussfrist)
Plätze: 40
Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
Campus: Tuttlingen

Gute Gründe für ein Ingenieurpsychologie-Studium

  • Ingenieurpsychologie ist ein interdisziplinäres Fachgebiet
  • Technik menschenfreundlich gestalten
  • Schnittstelle Mensch-Maschine gestalten
  • Nutzerzentrierte Entwicklung von Produkten
  • Arbeit und Arbeitsprozesse human und zielgruppengerecht gestalten
  • Gesamtsystem Mensch-Maschine verbessern
  • "Human Factors" als Entwicklungsbasis anwenden
  • Innovationen vorantreiben
  • exzellente Job- und Berufsperspektiven
  • vielseitige Tätigkeitsbereiche in zahlreichen Branchen
  • Einsatzmöglichkeiten im In- und Ausland