Das Gefahrstofflabor: Wir lassen es krachen!

Die Studierenden können im Gefahrstofflabor auf rund 100 m² praktische Erfahrungen mit verschiedenen Gefahrstoffen sammeln. Folgende Themenfelder werden in Form von praktischen Versuchen unter anderem im Labor behandelt:

  • Herbeiführen von Staubexplosionen
  • Gefahren beim Umgang mit brennbaren Flüssigkeiten und Gasen
  • Wirkung von ätzenden Stoffen
  • Messung verschiedener Gefahrstoffe
  • Ermittlung von Flammpunkten
  • Bestimmung von Zündgrenzen
  • Brandverhalten von Metallen
  • Untersuchung der Beständigkeit (Permeation) von Schutzhandschuhen gegen Chemikalien

Neben der Vertiefung und Anwendung des in verschiedenen Vorlesungen erhaltenen Wissens können Studierende im Rahmen von Semesterprojekten und Thesisarbeiten eigenen Themenschwerpunkten nachgehen (wie z.B. Brandverhalten und Klassifizierung von Baustoffen oder die Ätzwirkung von Säuren bei unterschiedlicher Konzentration und/oder Einwirkdauer).

Das Security-Labor: Sicherheit zum Anfassen

Die Studierenden lernen Sicherungsmethoden als praktische Übung kennen und können sich mit der Technik vertraut machen. Derzeit werden folgende Versuche angeboten:

  • Handhabung verschiedener messtechnischer Geräte (Strom-, Spannung-, Widerstandsmessung)
  • Einrichtung und Programmierung einer Video-Überwachungsanlage
  • Methoden zur Öffnung von Sicherheitsschlössern
  • Zusammenbau einer einfachen Einbruchmeldeanlage
  • Herstellung eines Nachschlüssels im Metallgießverfahren
  • Anwendung eines Oszilloskops in der Messtechnik
  • Analyse und Vergleich von Rauchwarnmelder verschiedener Qualitätsstufen
  • Einbindung einer Überwachungsanlage in ein IP Netzwerk

Neben dem Pflichtpraktikum werden auch Semesterprojekte als Laborarbeiten angeboten, so dass Studierende die Möglichkeit haben, ihr erworbenes Wissen in die Praxis umzusetzen.

Labor für Angewandte Sicherungstechnik: Zutritt erbeten

Die Studierenden lernen, wie gefährdungsorientierte Sicherungsanforderungen auch in technischer Hinsicht umgesetzt werden können. Dafür stehen im Labor für angewandte Sicherungstechnik folgende Anlagen zur Verfügung:

  • eine Einbruchmelde- und Überfallanlage
  • ein Videoüberwachungssystem
  • ein Zutrittskontrollsystem
  • ein Gefahrenmanagementsystem als integrative Plattform
  • unterschiedliche Kameratypen und Überwachungssensoren
  • eine Personenvereinzelungsanlage

Das Arbeitschutzlabor: Good Vibrations

Das Arbeitsschutzlabor (Safety-Labor) befasst sich mit den physikalisch-technischen Grundlagen des Arbeitsschutzes. Das rund 130 m² große Labor befindet sich im O-Bau (ehem. Krankenhaus) der Hochschule Furtwangen.

Im Safety-Labor können Studierende u.a. in folgenden Bereichen Übungen und Projekte durchführen:

  • Lärm
  • Vibrationen
  • EMF (elektromagnetische Felder)
  • Thermographie
  • BGV A3 (Elektroprüfung)
  • Bildschirmarbeitsplatzanalyse
  • Trittsicherheit
  • Maschinen- und Produktsicherheit

Derzeit laufen Projekte im Bereich der Produkt- und Maschinensicherheit in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg (Marktüberwachung) sowie diverse Projekte mit den Schwerpunkten Lärm/ Vibrationen/ Impedanzen.


Das Chemie-Labor: Raum für Forschung

Im Chemie-Labor werden die Vorbereitungen für Experimentalvorlesungen im Fach Chemie (Naturwissenschaftliche Grundlagen) getroffen. Hier sind zudem die Gerätschaften für die Wahlpflichtveranstaltung „Messtechnische und abgeschätzte Beurteilung von Gefahrstoffen am Arbeitsplatz“ untergebracht. Mit diesem Equipment können Beprobungen von Gefahrstoffen (am Arbeitsplatz) vorgenommen, die Einhaltung des allgemeinen Staubgrenzwertes überwacht bzw. die fertigen Proben für die chemisch-analytische Auswertung aufbereitet werden.

Ferner finden je nach Aufgabenstellung verschiedene chemische Tätigkeiten im Bereich der Forschung statt, z.B. im Rahmen von Thesis-Arbeiten.

 

Das Labor für IT-Sicherheit: IT-Security (auch) zum Ausprobieren

Im Hauptgebäude des Standorts Furtwangen befindet sich das rund 100 m2 große Labor für IT-Sicherheit. Ausgestattet ist das Labor mit einem leistungsfähigen Virtualisierungsserver und diversen Personalcomputern. Des Weiteren stehen zur Verfügung: ein Hardware-basierter Keylogger, ein Spektrumanalysator für das 2.4- und das 5-GHz-Band, selbstverschlüsselnde Festplatten/ USB-Sticks sowie weitere Demonstrationsobjekte.

Im Rahmen des Praktikums im Modul "Informationstechnologie" haben Studierende die Möglichkeit, folgende Themen zu erarbeiten:

  • Installation und Konfiguration eines Unix-artigen Betriebssystems
  • Einrichtung eines Webservers inkl. Generierung der zugehörigen Verschlüsselungszertifikate
  • Konfiguration einer einfachen Firewall
  • Exploration eines gegebenen Netzwerks
  • Überwachung des Netzwerkverkehrs mittels eines Packet-Sniffers
  • Konfiguration eines E-Mail-Systems
  • Verschlüsselung von E-Mails mittels verschiedener Technologien
  • Inbetriebnahme eines Intrusion-Prevention-Systems

Zusätzlich zum Pflichtpraktikum werden das Labor und die Ausstattung für studentische Projekte und Bachelor-/ Masterthesen genutzt.

Labor für Strahlungsmesstechnik

Die Hochschule Furtwangen verfügt seit 1973 über einen Siemens-Unterrichtsreaktor, einen sogenannten Nullleistungsreaktor mit der Bezeichnung SUR-100, der für Lehre und Forschung geeignet ist. Unter anderem können folgende Messungen durchgeführt werden:

  • Gamma-Dosisleistungsmessungen (Ortsdosismessungen)
  • Gammaspektrometrie
  • Radonmessungen
  • Kontaminationsmessungen

Durch die Teilnahme an entsprechenden Wahlpflichtkursen haben Studierende die Möglichkeit, die Fachkunde für Strahlenschutz S 2.2 und S 4.1 zu erwerben (siehe Zusatzqualifikationen).

Die Hochschule Furtwangen ist Mitglied des Südwestdeutschen Forschungs- und Lehrverbunds für Nukleartechnik in Baden-Württemberg und arbeitet auch mit namenhaften Institutionen wie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen.