Allgemeines Ziel

Bachelor-Niveau im Sinne des Qualifikationsrahmens für deutsche Hochschulabschlüsse (KMK-Beschluss vom 22.4.2005)

Ziele bezüglich fachlicher Kompetenzen

  • Breites, integriertes Wissen über Verfahren und Methoden zur physiotherapeutischen Diagnostik, Ressourcenanalyse und Definition von therapeutischen Aufgabenstellungen, einschließlich der fach- und bezugswissenschaftlichen Grundlagen und der praktischen Anwendung der Physiotherapie
  • Fertigkeiten den therapeutischen Prozess, unter Verwendung des Clinical Reasoning kritisch und theoriegeleitet einzuleiten. Hierzu dient der Rückgriff auf diagnostische Methoden und standardisierte Assessmentverfahren. Zusätzlich können neue Lösungen erarbeitet und unter Berücksichtigung unterschiedlicher Maßstäbe beurteilt werden; auch bei sich häufig ändernden Anforderungen
  • Breites, integriertes Wissen sowie Planungs- und Organisationskompetenzen zur evidenzbasierten und zielorientierten Entwicklung von physiotherapeutischen Interventionen und Maßnahmen, im praktischen und wissenschaftlichen Tätigkeitfeld
  • Fähigkeit neuartige und qualitativ hochwertige Lösungen zu entwickeln sowie Alternativen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Maßstäbe abzuwägen und selbst bei sich häufig ändernden Anforderungen situationsgerecht zu beurteilen.
  • Kenntnisse der Prinzipien sowie Fertigkeiten zur adäquaten praktischen Durchführung physiotherapeutischer Methoden, Konzepte, Techniken und Maßnahmen, einschließlich ihrer konzeptionellen Nachjustierung auf der Basis wissenschaftlicher Grundlagen und evidenzbasierter Praxiserfahrung
  • Kenntnisse über Verfahren und Methoden zur Reflexion und Evaluation des therapeutischen Prozesses

Ziele bezüglich überfachlicher Kompetenzen

  • Teamfähigkeit; insbesondere gezielte, weitsichtige Kooperation im interprofessionellen Team sowie Interaktionen im Rahmen sozialer Gruppen und Organisationen eigenständig und verantwortlich zu planen und zu leiten
  • Sozialkompetenzen; insbesondere Situationen, Planungsschritte, Ressourcen und Aufgaben im Kontakt mit Klienten und im interprofessionellen Team verständlich, fachbezogen, situations- und themenorientiert, verantwortungsbewusst zu kommunizieren sowie angemessen Feedback geben zu können und Konflikte zu lösen
  • Grundlegende Kompetenzen bezüglich der Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, einschließlich der Fertigkeiten zur systematischen Erhebung, Analyse und Interpretation von Datensätzen, zur qualitätsbezogenen Weiterentwicklung der eigenen Vorgehensweise
  • Problemlösungskompetenz sowie die Fähigkeit selbstständig Entscheidungen im zuständigen Tätigkeitsfeld (auch interdisziplinär) zu treffen, diese auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und nachhaltig zu sichern
  • Projektmanagementkompetenz im Sinn der weitsichtigen evidenzbasierten Konzeption, Organisation und Durchführung von Maßnahmen

Berufsfeldorientierte Ziele

  • Befähigung zur Ausübung der Physiotherapie gemäß dem „Masseur- und Physiotherapeutengesetz“ (MPhG), mit der Grundlage für den Direktzugang in der Physiotherapie (Direct Access)
  • Entwicklung einer reflexiven Grundhaltung, um das eigene Handeln zu reflektieren und begründen. Zusätzlich um Assessments und Arbeitsprozesse kritisch zu beurteilen und adäquat und nachhaltig einzusetzen  
  • Befähigung zur eigenverantwortlichen Gestaltung der beruflichen Entwicklung sowie Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Berufsanforderungsprofile, mit dem Ziel sich selbst und die persönliche Weiterqualifizierung als Teil eines erfolgreichen therapeutischen Prozesses zu sehen
  • Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit berufspolitischen Aspekten sowie der aktuellen fachlichen und wissenschaftlichen Entwicklung, mit dem Ziel der Weiterentwicklung des Berufsbildes des/der Physiotherapeuten/in