Innovativ und evidenzbasiert

Der siebensemestrige Studiengang „Angewandte Gesundheitswissenschaften“ vermittelt Kompetenzen, um die Herausforderungen des demografischen Wandels zu erkennen, Potenziale technischer Assistenzsysteme einzuordnen und die Zukunft eines gesunden Lebens zu gestalten.

Ein wichtiges Qualifikationsziel des Studiengangs ist es, vielfältige Perspektiven auf das Thema Gesundheit zu integrieren. Dazu werden breite Grundlagenkenntnisse aus den Bereichen Gesundheitswissenschaften, Medizin und Pflege, Sozialwissenschaften, Technik und Gesundheitsökonomie vermittelt. In der Folge lernen Sie konkrete Tätigkeitsfelder wie die Planung und Umsetzung gesundheitsfördernder Interventionen, das betriebliche Gesundheitsmanagement oder die Konzeption neuer Versorgungsmodelle kennen sowie das erworbene Wissen anzuwenden. Im Schwerpunktbereich „Assistive Technologien“ werden Schnittstellenkompetenzen zur bedarfsgerechten Konzeption neuer Assistenzsysteme sowie zur Beratung von Anwendern und Organisationen zu Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien vermittelt.

Neben den fachlichen Fähigkeiten sind auch Schlüsselqualifikationen wie Projektmanagement, Beratungskompetenz und Teamfähigkeit Gegenstand des Studiums. Einen breiten Raum in der Lehre nehmen daher Projekte, Gruppenarbeiten und Praktika ein, im Rahmen derer mit Praxispartnern aktuelle Problemstellungen aus dem Gesundheitswesen bearbeitet und eigenständig Lösungsansätze entwickelt werden. Diese Praxiskontakte vermitteln auch ein gutes Bild möglicher Berufsfelder und helfen beim späteren Eintritt ins Berufsleben.

Schwerpunkte im Studiengang Angewandte Gesundheitswissenschaften

Assistive Gesundheitstechologien (Prof. Christophe Kunze)

Mit dem Profil "Assistive Gesundheitstechnologien" ist eine Profilbildung im Bereich Digitalisierung und Technikeinsatz im Gesundheitswesen möglich. Diese qualifiziert insbesondere für Berufsfelder wie die Beratung von Betroffenen zu technischen Assistenzsystemen (z.B. AAL), die Implementierung und Evaluation technikgestützter Versorgungskonzepte (z.B. eHealth), oder die Konzeption und Entwicklung technischer Assistenzsysteme. Das Profil ermöglicht zudem die Bewerbung auf konsekutive Masterstudiengänge, die auf Aspekte des Technikeinsatzes im Gesundheitswesen spezialisieren.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (Prof. Kirsten Steinhausen)

Das Profil "Betriebliches Gesundheitsmanagement" befähigt Studierende über die Vorlesung BGM hinaus zur Planung, Umsetzung und Evaluation eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Hierbei vertiefen die Studierenden ihre Kenntnisse im Bereich des das Betriebliche Gesundheitsmanagements, z.B. BGM und Führung sowie Personalmanagement von Einrichtungen im Gesundheitswesen. Sie setzen sich mit Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilungen auseinander. Zudem lernen die Studierenden, Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung zu konzipieren, umzusetzen und zu evaluieren. Auch der Bereich Bewegung, Ernährung und Stress als ganzheitlicher Faktoren für die individuelle Gesundheit kann weiter vertieft werden.

Management im Gesundheitswesen (Prof. Kirsten Steinhausen)

Im Profil "Management im Gesundheitswesen" werden Studierende dazu befähigt, in Einrichtungen des Gesundheitswesens Managementaufgeben zu übernehmen. Hierbei sollen sie Managementkenntnisse fundieren und können die Fachkenntnisse in ihren Wahlpflichtfächern vertiefen, z.B. in den Bereichen Controlling, Controlling und Prozesse im Gesundheitssystem, Personalmanagement (im Gesundheitsmanagement), Unternehmerisches Krisenmanagement und Marketing.

Kommunale/Gemeindebezogene Gesundheitsförderung (Prof. Birgit Reime)

Das Profil "Kommunale/Gemeindebezogene Gesundheitsförderung" fokussiert die individuelle Gesundheitsförderung sowie die Gesundheitsförderung in kommunalen Settings.