Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit haben einen Anspruch auf Nachteilsausgleich im Studium und bei Prüfungen. Nachteilsausgleiche sollen individuell und situationsbezogen beeinträchtigungsbedingte Benachteiligungen kompensieren. An der Hochschule Furtwangen ist der Nachteilsausgleich in der Studien- und Prüfungsordnung verankert (§7 (2) Studien- und Prüfungsordnung (SPO) für Bachelorstudiengänge, § 6 (2) SPO für Masterstudiengänge).

Die Beantragung erfolgt mit einem formlosen Antrag beim jeweiligen Fakultätsprüfungsausschuss. Es sind folgende Angaben und Nachweise erforderlich:

  • Angabe der gewünschten Modifikationen für das Studium beziehungsweise für Prüfungen und Begründung der Erforderlichkeit
  • Nachweis der gesundheitlichen Beeinträchtigung und deren Auswirkung auf Prüfungen und/ oder auf das Studium.


Nachteilsausgleiche können sowohl für die Organisation und Durchführung des Studiums als auch für Prüfungen und Leistungsnachweise gewährt werden. Denkbar sind zum Beispiel:

  • Vereinbarung eines individuellen Studienplans
  • Verlängerung der Bearbeitungszeit bei Klausuren
  • Änderung der Prüfungsform: mündliche statt schriftliche Prüfungen
  • Nutzung technischer Hilfsmittel
  • Verschieben von Klausuren auf einen regulären späteren Termin

Es empfiehlt sich, mit dem jeweiligen Studiendekan und/ oder der Zentralen Studienberatung nach einer individuellen Lösung zu suchen. Außerdem sollten mögliche sozialrechtliche Auswirkungen geklärt werden zum Beispiel bei der BAföG- oder Sozialberatung des Studentenwerks.