Hier bekommen Sie Informationen zur Finanzierung des Studiums für Studierende mit Handicap. Allgemeine Infos zur Studienfinanzierung finden Sie unter Finanzielle Unterstützung.

1. BAföG

Wie für alle Studierenden steht auch für Studierende mit Behinderung und/ oder chronischer Krankheit das BAföG an erster Stelle für die Finanzierung von Ausbildung und Lebensunterhalt, wenn die eigenen Mittel, beziehungsweise die der unterhaltspflichtigen Angehörigen, nicht ausreichen. 

Studierende mit Behinderung und/ oder chronischer Krankheit können hinsichtlich des BAföG verschiedene Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen, z.B. Ausgleich bei Überschreiten der Altersgrenze für den Studienbeginn, eventuell zusätzlicher Härtefreibetrag bei der Einkommensermittlung oder Förderung über die Förderhöchstdauer hinaus.

Empfehlenswert ist, die BAföG-Beratung des Studentenwerks in Anspruch zu nehmen.

2. Stipendien

Studierenden mit Behinderung und/ oder chronischer Krankheit steht, wie anderen Studierenden, eine Bewerbung für ein Stipendium offen. 
Weiterführende Infos zu Stipendien

Einige Stiftungen fördern insbesondere Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung. Dazu gehören folgende Stiftungen:

  • Deutsche AIDS-Stiftung
    Materielle Unterstützung für HIV-positive und AIDS-kranke Studierende.
    www.aids-stiftung.de
  • Georg Leffers Stiftung
    Förderung behinderter Studierender, die staatliche oder andere Zuwendungen nicht, nicht mehr oder nicht in ausreichender Höhe beanspruchen können.
  • Stiftung Darmerkrankungen
    Unter­stützung junger Men­schen bis 35 Jahre mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa bei der Aus- und Weiter­bildung.
    www.stiftung-darmerkrankungen.de

3. Mehr finanzielle Unterstützung

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, Wohngeld oder Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II beziehungsweise Sozialhilfe in Anspruch zu nehmen. Außerdem können bei Studierenden mit Behinderung und/ oder chronischer Krankheit Ausnahmeregelungen für Kindergeld (Leistung über das 25. Lebensjahr hinaus) gelten. Gegebenenfalls besteht auch Anspruch auf Leistungen für Mehrbedarf (z.B. für Hygiene, Haushaltshilfen, Ernährung) und auf so genannte Eingliederungshilfen (technische Hilfsmittel, Kommunikations-, und Studienassistenzen, Mobilitätshilfen, zusätzliche Sach- und Unterstützungsleistungen).

Bei der Sozialberatungsstelle des Studentenwerks, die auch an den Standorten der HFU angeboten wird, erhalten Sie weiterführende Informationen sowie Beratung.